Theater in Lucka: r@usgemobbt de / R@USGEMOBBT 2.0

Veröffentlicht: 6. Dezember 2011 von Team Kunterbunt in 1. News, 2. Projekte, 2.1. Villa Projekte, 2.3. Förderungen, 3. Pädagogik, 3.4. Präventionsarbeit
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Wer sich Montag früh wunderte, warum so viele Schüler in Richtung des deutschen Hauses marschierten und mit Bussen angefahren wurden, erfährt nun, dass die Villa daran Schuld war. In Kooperation mit dem Jugendamt wurde nämlich zu einer Theatervorstellung der besonderen Art geladen. Alles stand unter dem Thema Cyber Mobbing. In zwei unterschiedlichen Theaterstücken stimmten die Schauspieler der Comic On! Theaterproduktion aus Köln, die Kinder und Jugendlichen auf das oft wenig beachtete Thema ein. Im Anschluss wurden dann noch Fragen beantwortet und die Akteure vertieften das Thema durch eine Diskussion mit den Zuschauern.

Unterteilt war der gesamte Tag in zwei Vorstellung. Die erste (r@usgemobbt) Vorstellung richtete sich speziell an die Schüler der sechsten und siebten Klassen. Die Schüler der Regelschulen Meuselwitz und Lucka waren sehr von den oft sehr ironischen Texten angetan, merkten jedoch, dass es um ein durchaus ernstes Thema geht. Inhaltlich zitiere ich einfach mal die Internetseite, der Theatergruppe, denn sie wissen wohl am Besten worum es geht:

Nik, 11 Jahre alt, ist neu in der Klasse. Freunde hat Nik noch nicht wirklich gefunden. Aber er hat Salokin, seinen Avatar. Cool, mutig, stark und unglaublich schlagfertig. Schließlich hat Nik Salokin auch selbst im Netz erschaffen.
Als Nik auf dem Schulweg immer häufiger von älteren Schülern bedrängt wird, diese ihm Geld abziehen und die gemeinen Aktionen schließlich per Handy filmen, gerät er enorm unter Druck. Nik kann eines Tages die geforderte Geldsumme nicht zahlen und die Situation spitzt sich zu. Jetzt helfen ihm Salokins gut gemeinte Tipps nicht mehr. In der Hoffnung auf ein Ende der Mobbing-Attacken lässt Nik sich schließlich auf einen folgenreichen „Deal“ mit seinen Peinigern ein….

Mit fetziger Musik, mit lauten und leisen Momenten, mit einer aufregenden Bühnenpräsentation versprechen wir ein spannendes „Schauspiel“, das genügend Platz für eigene Gedanken und Gefühle lässt. R@usgemobbt de bewegt durch eine intelligente, emotional berührende und inhaltlich ausdrucksstarke Inszenierung.

Das zweite Bühnenprogramm (r@usgemobbt 2.0) richtete sich dann an die Schüler der achten und neunten Klassen. Leider war hier nur die Regelschule Meuselwitz zugegen. Die Regelschule Lucka, hat es aus mir unerklärlichen gründen nicht geschafft die Vorführung zu besuchen. Meiner Meinung nach, war dieses zweite Stück weniger spaßig und versuchte mehr die emotionale Ebene aufzugreifen. Das Stück endet auch ohne Happy End, was viele der zuschauenden Kinder und Jugendlichen noch intensiver nachdenken lies. Die genaue Story gibt es natürlich mal wieder als Zitat😉 :

„Was würdest Du alles tun, um dazu zu gehören?
Was erträgst Du? Und wann ist man eigentlich cool?

Jess, ein 16- jähriger Junge, hat schon einiges hinter sich und beschließt aus diesem Grund, sich an der neuen Schule aus allem heraus zu halten. Wer braucht schon neue Freunde, wenn man bestens virtuell vernetzt ist, so dass man jederzeit mit seinen Top – Freunden „reden“ – oder noch besser – zocken kann?
Die Mädchen kommen seinem Vorsatz jedoch schnell in die Quere: das attraktive Gucci-Girl Vanessa, die mit ihrer Clique in der Schule tonangebend ist, und Chris, die seine Leidenschaft für Computerspiele teilt, gleichzeitig aber von Vanessa und ihrer Clique schikaniert und mit peinlichen Handyvideos extrem unter Druck gesetzt wird. Als Jess sich für eine Seite entscheiden muss, droht die Situation zu eskalieren…

Ich hoffe, die Stücke haben den Schülern genauso viel Spaß gemacht, wie mir und dass sie wenigstens einige der Inhalte für sich behalten und umsetzen. die Schauspieler jedenfalls haben ihre Arbeit wirklich Klasse gemacht und man kann wirklich froh sein, dass solche bundesweit agierenden Talente gibt, die sich die Mühe machen präventiv und nicht verurteilend mit der Jugend zu arbeiten. Vielen dank daher an:

Jacqueline Grygier-Bethke

Veronica Franzen

und Marcus Klapproth

Es war schön, dass ihr da gewesen seid.

 Wer sich näher mit der Schauspieltruppe befassen möchte, kann dies auch über Facebook anstellen: Fanpage von ComicOn!

Fader Beigeschmack:

(nachfolgender Text ist lediglich meine private Meinung und steht in keinem Verhältnis zu Ansichten der „Villa Kunterbunt“ – Tobias Driewer)

Eigentlich wollte ich hier ein wenig kritisch herangehen. Kritisch der Regelschule Lucka gegenüber, die meiner Meinung nach ein Armutszeugnis abgelegt hat und kritisch mit dem Gymnasium, welches es schafft sogar noch schlimmer da zu stehen. Allerdings um des lieben Friedens Willen, verkneife ich mir tiefer gehende Aussagen, die jedoch meiner Meinung nach angebracht wären. Vielleicht hat es da die ein oder andere Konsequenz, dass Frau Hopfmann vom Jugendamt Altenburg alles miterlebt hat und sich von der sogenannten Sozialraumarbeit ein Bild machen konnte.“

Kommentare
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